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Drucksachen der IHC-Neuss

Mit einer "Drucksachen"-Nummer wurden versehen : Techn.Anleitungen, Betriebsanleitungen, Ersatzteillisten
Anzeigen, Aufhänger, Aufkleber, Banner, Briefe, Briefmarken, Brochüren, Dia-Serien, Extrablätter, Faltblätter
Formulare, Fotoalben, Fragebogen, Handbücher, Hefte, Informationen an Kunden-Händler-Mitarbeiter
Kalender, Kataloge, Karten, Diagramme, Leitfäden, Löschpapier, Mappen, Merkblätter, Mitteilungen,
Poster, Prospekte, Produktleitfaden, Postkarten, Scheckhefte, Sonderdrucke, Straßenpläne, Streichhölzer,
Tabellen, Typenblätter, Verkaufsinformationen, Wartungsanweisungen, Werbebriefe, Werkstatthandbücher,
Wimpelketten, Flaggen, Zeichnungen, alle Arten von Werkszeitungen.
Bei allem Genannten handelt es sich um Werbung an die Kunden, aber auch interne oder Händler-Mitteilungen.
Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl o.g. Unterlagen ohne eine Drucknummer.

"Drucksachen"-Nummern wurden nach bestimmten Regeln von 1927 bis einschl. 1995 vergeben, wobei auch zu
erwähnen ist, dass falsche Nummern vergeben wurden, Doppelnummerierungen erfolgten, die Drucksachen-Nummer
in der Schreibweise nicht einheitlich ist, etc.
Die Drucksachen vor 1927 sind Mangels vorhandener Bestände weitgehend unbekannt. Wie und nach welchem
Schema diese Drucksachen mit Nummern versehen wurden, ist ebenfalls unbekannt. Die wenigen vorhandenen
Exemplare reichen nicht aus, um eine klare Regel für die Drucksachen-Nummerierung zu erkennen.

Die Drucksachen-Nummerierung erfolgte ab 1927 nach folgendem Schema :
1) führende (r) Buchstabe (n) gefolgt von einer Zahl (1 bis 5-stellig) gefolgt von einem Buchstaben
2) Buchstaben und Zahlen wurden getrennt mit (entweder) : einem Leerzeichen, einem Binde- oder Schrägstrich
3) bei Änderungen wurden die Unterlagen "gesteigert", d.h.hinter dem letzten Buchstaben wurde ein Zahl vergeben
damit stimmt dann das ursprüngliche Ausgabejahr nicht immer mit dem Jahr der Änderung (Steigerung) überein.
4) Unterlagen in Fremdsprachen wurden hinter dem letzten Buchstaben mit dem Landeskennzeichen versehen

Für die Jahre 1927 bis 1950 war der führende Buchstabe ein "D" für "Deutschland, ab 1950 erscheint erstmals
die "GER"-Kennzeichnung (für die Saison 1951) für "Germany". Weitere führende Buchstaben (1950) sind
"F", "H", "M", "P", "R" und andere, deren Bedeutung ebenfalls unbekannt ist. Bei einigen Prospekten aus den
1970er Jahren sind einige Drucksachen-Nummern ohne führende Buchstaben bekannt.

Beispiele zu 1) D 41-K, R-91-H, GER 123-D
Beispiele zu 2) D-76-P, GER 32 A, GER 576/F
Beispiele zu 3) GER 4-U/2
Beispiele zu 4) GER 476-F/NL

Weitere Ausnahmen sind : Groß- und Kleinschreibung der Buchstaben, als Trennzeichen wurde der Punkt verwendet,
nicht erklärbare Buchstaben-Zahlen-Buchstaben-Kombinationen, Beispiele : D Z-E/E, D E32-1, D5c-M8c1, D.21.1-A

Folgender Schlüssel wurde weitestgehend verwendet :
Jahr__ Nummer Jahr Nummer Jahr Nummer Jahr_ Nummer Jahr_ Nummer
1927 D nn-A 1943 D nn-R 1959 GER-J 1975 GER-D 1991 GER-X
1928 D nn-B 1944 GG 1960 GER-K 1976 GER-E 1992 GER-Y
1929 D nn-C 1945 HH 1961 GER-L 1977 GER-F 1993 GER-Z
1930 D nn-D 1946 JJ 1962 GER-M 1978 GER-G 1994 GER-A
1931 D nn-E 1947 KK 1963 GER-N 1979 GER-H 1995 GER-B
1932 D nn-F 1948 LL 1964 GER-P 1980 GER-J    
1933 D nn-G 1949 F-n-F 1965 GER-R 1981 GER-K    
1934 D nn-H 1950 P (R) nn-G 1966 GER-S 1982 GER-L    
1935 D nn-J 1951 R (GER) nn-H 1967 GER-T 1983 GER-M    
1936 D nn-K 1952 GER-B 1968 GER-U 1984 GER-N    
1937 D nn-L 1953 GER-C 1969 GER-W 1985 GER-P    
1938 D nn-M 1954 GER-D 1970 GER-X 1986 GER-R    
1939 D nn-N 1955 GER-E 1971 GER-Z 1987 GER-S    
1940 D nn-O 1956 GER-F 1972 GER-A 1988 GER-T    
1941 D nn-P 1957 GER-G 1973 GER-B 1989 GER-U    
1942 D nn-Q 1958 GER-H 1974 GER-C 1990 GER-W    



Anmerkungen :
Da sowohl in der hauseigenen wie auch bei auswärtigen Druckereien gedruckt wurde, gibt es Papier- und Farbunterschiede.
bei Drucksachen gleicher Drucksachen-Nummer. Preislisten und betriebsinterne Formulare wurden ebenfalls mit einer Drucknummer (F123 = Preislisten, P0815 für Formulare) versehen, diese sind hier aber nicht erfasst.
An Papiersorten wurde fast alles verwendet, was zu der Zeit passend und lieferbar war, von Papier mit Holzeinschlüssen (Ersatzpapier aus den 1940er Jahren) bis hin zum teuren Hochglanzpapier.
Die Papierformate reichen von A6 über A0 bis hin zu allen erdenklichen "Un"-Formaten wie z.B. beim Banner-, Poster-oderKalenderdruck.
Bei einigen Drucksachen diverser Jahrgänge wurde das amerikanische Letterformat verwendet, überwiegend wurde aber im Format A4 gedruckt.

Und auch hier gilt : alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen.
Irrtümer, Fehler und Änderungen vorbehalten !

© matbush August 2011